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Moorentwicklung und Melioration - Ein Blick auf Schleswig-Holsteins Moore

Autoren: Alicja Cesarz, Colin Frauzem & Hauke Schulz 

1. Moore - Definitionen

Moor
Moore sind vegetationsbedeckte Lagerstätten von Torfen, d. h. von mehr oder weniger mineralar-men  Humusansammlungen, die zumindest während ihrer Entstehung wasserdurchtränkt waren und aus Mangel an Sauerstoff nicht stärker zersetzt werden konnten (DUTTMAN 2012).

Moor als Landschaftsbegriff
Unter dem Landschaftsbegriff Moor versteht man Gebiete, welche durch Moorböden samt ihrer Vegetation geprägt sind (Geolexikon 2010).

Der geologische Moorbegriff
Aus geologischer Sicht sind Moore Bildungen der Erdoberfläche (meistens quartäre bzw. holozäne), die unter Mitwirkung von Pflanzen geformt wurden. Sie bestehen aus einer Anhäufung kohlenstoffreicher Zersetzungsprodukte einer fast reinen Pflanzensubstanz (GeoLexikon 2010).

Moor als Bodentyp
Moore sind Böden, deren Hauptbestandteil Torf ist. Seine Mächtigkeit im Boden beträgt per Definition mehr als 30 cm. 

Torf
Gemenge aus hellbraunen bis braunschwarzen zersetzten, mehr oder weniger  humifizierten abgestorbenen Pflanzenteilen. Torfe weisen einen Massenanteil an organischer Substanz von mehr als 30 Gewichtsprozent auf (DUTTMAN 2012). 

Klassifikation von Mooren
Aufgrund unterschiedlicher Entstehung können zwei übergeordnete Moortypen voneinander unterschieden werden (DUTTMAN 2012): 
a) topogene Moore (Niedermoore): von Grundwasser und Relief abhängige Moore.
b) ombrogene Moore (Hochmoore): von Regenwasser bzw. vom Niederschlagsüberschuss abhängige Moore.

1.1 Niedermoore – Charakteristik

Entstehung
Niedermoore sind flache Moore, welche bis an die Oberfläche mit mehr oder weniger nährstoffreichem Grundwasser durchsetzt sind. Sie bilden sich in Senken, Flussniederungen sowie an Hängen im Bereich von Quellaustritten. Sie können auch Verlandungsstadien von Seen sein (DUTTMAN 2012).
Niedermoortorfe sind meist stark zersetzt (ebd).
Die Niedermoorvegetation besteht vor allem aus Schilfgräsern, Binsen, Sauergräsern und Moosen (ebd).

Bodenhorizonte eines Niedermoores nach Kuntze et al. (KUNTZE et al. 1994)

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Nutzung und Bedeutung
Eine landwirtschaftliche Nutzung der Niedermoore ist erst nach Entwässerungsmaßnahmen möglich. Als Entwässerungsmaßnahmen werden vor allem Vorfluter, Gräben und Drainagen vorgesehen. Sie gehören jedoch zu gewaltigen Eingriffen in den natürlichen Lebensraum (Barkauer Land o. J.). 

Erhaltung, Schutz und Regeneration
Für die Unterhaltung und den Schutz der Niedermoore werden keine größeren Maßnahmen benötigt, denn die Regeneration eines Niedermoors ist unkompliziert zu bewerkstelligen. In der Regel ist es ausreichend einen Zufluss mit nährstoffreichem Oberflächen- und Grundwasser zu gewährleisten (Barkauer Land o. J.). 

1.2 Hochmoore – Charakteristik

Entstehung
Hochmoore bilden sich unter kühl-feuchtem Klima. Im Unterschied zu den Niedermooren bilden sich Hochmoore oberhalb des Grundwasserspiegels und werden ausschließlich vom Niederschlagswasser gespeist („ombrogene Moore“). Haupttorfbildner sind Bleichmoose (Sphagnen), deren Reste neben Wollgräsern und Zwergsträuchern den Torfkörper aufbauen. Sie sind extrem sauer und nährstoffarm. Sie bilden einen „mooreigenen“, vom Grundwasser der Umgebung völlig unabhängigen, Wasserspiegel aus. Hochmoore speichern das Niederschlagswasser wie ein Schwamm und sind gleichmäßig wassergesättigt. Das Hochmoor verdankt seine Unabhängigkeit vom Wasser und Nährstoffhaushalt dem besonderen Bau und dem geringen Nährstoffanspruch einiger Sphagnum-Arten (DUTTMAN 2012). 

Bodenhorizonte eines Hochmoores (ELLENBERG 1996)

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Nutzung und Bedeutung
Die Hochmoore dienten über Jahrzehnte zur Gewinnung von Hochmoortorf, der vor allem als Brennmaterial, Streu, Heilmittel oder Kultursubstrat genutzt wurde. Zu den Folgen gehören Torfabbau, Beeinträchtigung bzw. Zerstörung des ökologischen und hydrologischen Gleichgewichtes und Beschädigung bzw. Vernichtung der hochspezialisierten Biozönosen (SLIVA 1997). 

Erhaltung, Schutz und Regeneration
Zur Erhaltung von Hochmooren muss vor allem der Torfabbau reduziert werden. Im Falle eines abgetorften Moores werden mit dem Begriff Renaturierung alle Prozesse bezeichnet, die spontan oder gesteuert im Hochmoor stattfinden und wieder zu einem naturnäheren Zustand führen. Die Regeneration kann direkt oder indirekt innerhalb eines ganzen Hochmoorgebietes oder seiner einzelnen Hochmoorstandorte durchgeführt werden. Eine Etablierung und Ausbreitung von Sphagnen ermöglicht die Entwicklung von schützenswerten Biozönosen (SLIVA 1997). 

1.3 Untergeordnete Moortypen

Neben diesen zwei übergeordneten Moortypen unterscheiden Wissenschaftler weitere Moore, die überwiegend vom Grund- und Oberflächenwasser beeinflusst bzw. geformt werden. 

Quellmoore entstehen dort, wo Quellwasser aus dem Boden austritt. Der Boden wird permanent mit Wasser gesättigt, sodass sich eine Torfschicht bilden kann. Solche Moore sind ausschließlich an Quellstandorten zu finden (NABU-Bundesverband 2012).

Hangmoore entstehen an Hängen an denen Wasser abwärts sickert und der Boden ein Abfließen verhindert. Sie treten oft neben Quellmoren auf (ebd).

Durchströmungsmoore treten wiederum oft mit den Hangmooren zusammen auf und entstehen durch das Einsickern von Grundwasser in den Torfkörper, ohne als Quelle wieder auszutreten (ebd).

Überflutungsmoore entstehen in Gebieten mit schwankendem Wasserstand, vor allem in den Küsten und Auenüberflutungsgebieten. Während der Überflutungsphasen werden mineralische Stoffe, Schluff oder Torf eingetragen und abgelagert (ebd).

Versumpfungsmoore entstehen in Senken auf tonigen und verdichteten Böden. Sie können sich auch in Sandgebieten mit schwankendem Grundwasserspiegel bilden.  Verlandungsmoore entstehen, wenn die Ufervegetation in Stillgewässer (Seen oder Teiche) hineinwächst und vertorft und somiteine Grundlage zur Entstehung eines Verlandungsmoores schafft. Für diesen Moortyp sind sog. Schwingrasen, schwimmende Pflanzdecken aus Moosen und anderen Gewächsen charakteristisch. Am Boden des Stillgewässers werden mächtige Sedimentschichten, die  „Mudden“, abgesetzt (ebd).

Kesselmoore entstehen dort, wo sich Wasser in hohl geformtem Gelände staut, vor allem in Senken und Toteislöchern. In solchen Senken sammelt sich auch gelegentlich Regenwasser. Diese Restseen werden „Mooraugen“ oder „Kolke“ genannt (ebd).

1.4 Deutsche Moore in Zahlen

Die heimischen Moorlandschaften bedeckten ursprünglich mit etwa 1,5 Millionen Hektar eine Fläche von 4,2 Prozent der Landfläche Deutschlands (NABU 2014). Im Nordwesten existierten großflächige Hochmoore und im Osten und Nordosten zahlreiche Niedermoorgebiete. Die Moorflächen schrumpften jedoch drastisch, als die Menschen damit begannen, das Moorland wirtschaftlich und landwirtschaftlich zu nutzen.  Bis heute sind sie zu 95% vom Menschen durch Entwässerung, Abtorfung, Bebauung oder landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzung zerstört worden (NABU-Bundesverband 2012).

In Deutschland gibt es ca. 10.120 km2 Niedermoore, davon 2.610 km2 in Mecklenburg-Vorpommern und je 1.850 km2 in Brandenburg und Niedersachsen/Bremen. Die Hochmoore erstrecken sich über 3.620 km2 davon 2.494 km2 in Niedersachsen/Bremen. In Niedersachsen existiert die größte Hochmoorfläche und etwa 2/3 der Hochmoorfläche wird landwirtschaftlich genutzt (VON OSSIETZKY 2008). Nur 2% der Fläche wird als „naturnah“ eingestuft. In Schleswig-Holstein bedeckten Moore früher ca. 150.000 ha, was  9,1% der Landesfläche ausmachte. 125.000 ha entfielen auf Niedermoore, 25.000 ha auf Hochmoore (NABU Gruppe Neumünster e. V. o. J.). Nach dem Datenbestand des LANU existieren in Schleswig-Holstein heute noch insgesamt 543 ha lebendes Hochmoor - entsprechend nur noch 2% der ehemaligen Fläche (NABU Gruppe Neumünster e. V. o. J.). 

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Abb. 1 : Moorkarte in Deutschland, NABU-Bundesverband 2012


2. Der Prozess der Moormelioration

2.1 Schaffung von neuen Nutzflächen

Menschen siedelten seit jeher bevorzugt an Standorten, deren Voraussetzungen für die landwirt-schaftliche Nutzung gut geeignet waren. Demnach orientierte man sich an Landschaften, deren Böden besonders für den Ackerbau in Betracht kamen. Die stetige Bevölkerungszunahme bedingte zunächst Waldrodungen, die durchgeführt wurden, um Neulandflächen zu schaffen, welche wiederum bewirtschaftet werden konnten (KUNTZE 2003). Die Inlandbeanspruchung des Menschen führte bereits im 16. Jahrhundert dazu, dass auch Moorlandflächen anthropogenen Veränderungen unterlagen. Um die Moore agrarisch nutzen zu können, wurden die natürlichen Standortverhältnisse der Moore, die für deren Bildung unabdingbar sind, verändert. 

2.2  Moorkultivierung

Bei der Moorkultivierung geht es primär darum Flächen zu entwässern, zu belüften und zu düngen, um so den Wasser-, Luft-, Wärme- und Nährstoffhaushalt zu optimieren und möglicherweise die Ertragsfähigkeit des Bodens zu steigern (siehe Abb. 2). Heutzutage geht man aufgrund empirischer Untersuchungen davon aus, dass die meisten Moorflächen in Deutschland durch anthropogene Eingriffe verändert wurden (ZEITZ 2003). Die Techniken bzw. Verfahren lassen sich unter dem Oberbegriff „Melioration“ zusammenfassen. Der Ausdruck „Melioration“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und wird abgeleitet von lat.: „melior“ mit „besser“ übersetzt (JANERT 1961). Daher kann man unter Bodenmelioration eine Bodenverbesserung verstehen. Bodenmelioration wird nach der Tiefe des Eingriffs in Krumen-, Unterboden-, und Unter-grundmelioration und nach der Funktion des Eingriffs in Hydro-, Chemo-, und Gefügemelioration eingeteilt. Um eine Moorfläche zu kultivieren behalf man sich hauptsächlich der Hydromelioration, bei dessen Anwendung das Moor entwässert wurde. Außerdem wurden bei der weiteren Bearbeitung des Bodens Untergrund- und Unterbodenmeliorationen eingesetzt  (KUNTZE 2003). 

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Abb.2 : Ertrag und Wasser-/Lufthaushalt, EGGELSMANN 1990, S. 32.


2.3 Verfahren zur Entwässerung des Moorbodens

Bevor ein Meliorationsverfahren zum Einsatz kommen konnte, mussten zunächst die standortbedingten Voraussetzungen des Moorbodens festgestellt werden. Hierbei wurden Profilgruben ausgehoben und Bohrungen durchgeführt, um die Eigenschaften des Moorbodens zu bestimmen (ZEITZ 2003). Zahlreiche Bohrungen haben gezeigt, wie unterschiedlich und vielseitig das Bodenprofil von Moorböden aussehen kann (EGGELSMANN 1990). Die Untersuchungsergebnisse wurden in sog. „Meliorative Standortgutachten“ übertragen. Diesem Verfahren bediente man sich insbesondere zu Beginn des 20. Jahrhunderts (ZEITZ 2003). Im folgenden Abschnitt sollen die gängigsten Meliorationsverfahren vorgestellt werden, derer man sich bediente, um Hoch- sowie Niedermoore zu entwässern. 

Ein sehr bekanntes Meliorationsverfahren ist aufgrund seines Namens eindeutig einem Ursprungsland zuzuordnen und auch die Technik, die man sich zu nutzen machte, steckt bereits im Namen: „Die holländische Fehnkultur“. Aufgrund der waldarmen Landschaft Hollands entwickelte man dieses Verfahren zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Statt Holz wurde Torf gewonnen und als Brennmaterial verwendet. Charakteristisch für dieses Verfahren waren die großzügig und systematisch angelegten Entwässerungseinrichtungen in Form von Gräben und Kanälen, durch die das Moor entwässert wurde. Das Verfahren gliederte sich in folgende Schritte: Zunächst wurde ein weit verzweigtes Kanalsystem in den Untergrund gebaut. An einen Hauptkanal schlossen sich weitere Nebenkanäle an. Um ein Moor vollständig trocken zu legen mussten weitere Gräben ausgehoben werden, die sog. „Hinterwieken“ und „Inwieken“. Das Moor wurde somit von einem weit verzweigten Entwässerungsnetzwerk durchzogen. Die Haupt-, sowie die Nebenkanäle wurden dabei nicht nur für die natürliche Entwässerung genutzt, sondern auch, um den im zweiten Schritt abgebauten Torf leicht transportieren zu können. Dabei wurde als erstes die Schicht des unbrauchbaren Weißtorfes abgenommen, um dann den Schwarztorf in Form von Torfsoden abzutragen. Zurück bleibt das fast vollständig abgetragene „Leegmoor“. Dieses wurde in einem weiteren Schritt häufig mit getrocknetem Schlick und Stallmist aufgefüllt und dann durch Handarbeit aufwändig mit dem übriggebliebenen Torf durchmischt. Im darauf folgenden Jahr wurde der für die Verbrennung unbrauchbare Weißtorf aufgetragen und mit einer ca. 10 cm dicken Sandschicht aus dem Untergrund bedeckt und wiederum vermischt. Dieses Verfahren war sehr aufwendig, jedoch das dabei neu entstandene Bodenprofil sehr ertragsreich. Über drei Jahrhunderte wurden auf diese Art und Weise Hochmoore kultiviert. Auch in Deutschland wurden ca. 15000 ha Moor mittels der holländischen Fehnkultur bearbeitet. Da dieses Verfahren jedoch sehr kostspielig und zeitaufwendig war, entwickelte sich im 19. Jahrhundert die „Deutsche Hochmoorkultur“. Charakteristisch für dieses Verfahren war, dass das eigentliche Bodenprofil des Moores erhalten blieb. Die Entwässerung des Moores wurde mithilfe von Gräben und Drainagen durchgeführt, die in ca. 150-300 m Abstand, je nach Permeabilität des Hochmoores, ausgebaut wurden. Quer zu den Gräben wurde eine Drainage im Abstand von ca. 20 m in den Boden eingelassen. Nachdem das Moor vorentwässert worden war, begann man mit der Bearbeitung des Oberbodens. Auch hier kamen Dünger zum Einsatz, die zu dieser Zeit bereits weiter entwickelt worden waren, um den Ertrag des Bodens zu steigern. Auch bei diesem Verfahren kam es nach mehrjähriger Nutzung zu Sackungen und Verdichtungen im Boden, sodass die Drainage erneuert werden musste. Da dies sehr teuer war, behalf man sich mit der sog. Maulwurfdränung, bei der ca. 15x20 cm große Löcher in einer Tiefe von bis zu 1,40 m in den Boden gefräst wurden. Auch beim Anlegen einer „Niedermoorschwarzkultur“ bediente man sich u.a. der Maulwurfsdränung. Auch bei diesem Kultivierungsverfahren wurde das Bodenprofil des Moores nicht verändert.  Eine weitereKultivierungstechnik war die sog. „Deutsche Sandmischkultur“. Hierbei wurde mithilfe der „Rathjens`schen Kuhlmaschine“ (Abb. 3), die mittels eines Saug- und Förderrohres den bis zu 3,50 m tief liegenden Sand an die Oberfläche befördern und dort großflächig verteilen konnte, der Moorboden bearbeitet. So entstand auf der Oberfläche eine mehrere Zentimeter dicke Sandschicht. Diese wurde entweder in sog. „Kuhlschlitze“ eingearbeitet, die die Maschine in den Boden fräste oder durch einen Tiefpflug in den Boden eingearbeitet. Auch hier musste das Moor zunächst durch Gräben und Drainagen entwässert werden (ZEITZ 2003).

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Abb. 3 : Rathjens`sche Kuhlmaschine, ZEITZ 2003, S. 13.


2.4 Folgen für das Ökosystem Moor

Die Umwandlungen von Mooren durch den Menschen in Kulturlandschaften führten zwangsläufig zu radikalen und nachhaltigen Veränderungen im Ökosystem Moor. Durch die Entwässerung kommt es zu einem erheblichen Verlust der moortypischen Flora und Fauna (EGGELSMANN 1990). Weiterhin treten auf entwässerten Flächen Bodensackungen auf, die einen immensen Höhenverlust der Mooroberfläche zur Folge haben. Die aus Torfen bestehenden Moore weisen ein wesentlich instabileres „Grundgerüst“ als Mineralböden auf. Der große Porenraum in den Torfschichten ist vollständig mit Wasser gefüllt. Kommt es zur Entwässerung des Moorbodens sackt dieser aufgrund des hohen Wasserverlustes zusammen. Bei dieser ausgelösten Bodendynamik kommt es zu einer Zunahme des Substanzvolumens und zu einer Abnahme der Durchlässigkeit des Bodens (EGGELSMANN 1990). 

3. Wechselwirkungen zwischen Mooren und Klima

Weltweit gilt der Klimawandel zunehmend als Bedrohung für die Natur und das Überleben von Spezies aller Art. Die zunehmende Konzentration von Kohlenstoffdioxid und Methan in der Atmosphäre wird für die Erhöhung der Lufttemperaturen sowie Veränderungen in Nie-derschlagsregimen verantwortlich gemacht, wobei vor allem boreale und subarktische Ge-biete mit weitreichenden Konsequenzen zu rechnen haben. Auch Moorökosysteme werden maßgeblich durch das sich wandelnde Klima, vor allem aber durch direkte anthropogene Eingriffe bedroht: Zur Erschließung landwirtschaftlicher Nutzflächen wurde während des 18. und 19. Jahrhunderts vielfach damit begonnen große Moorflächen zu meliorieren, was im Laufe des 20. Jahrhunderts seinen Höhepunkt fand. Zusätzlich gründet die Zerstörung von Mooren auch heute noch auf dem Torfabbau zur Herstellung von Brennstoffen oder Torfstreu (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. 2010; SCHÄGNER 2009; ERWIN 2009; GONG et al. 2013). 

Dabei werden jedoch häufig die Klimawirksamkeit und die damit verbundene Bedeutung von Mooren für den globalen Klimawandel übersehen. Moore sind, mit einer Menge bis zu 30%, die wichtigsten natürlichen Speicher von im Boden gelösten Kohlenstoff (C), obwohl diese nur einen Landgesamtanteil von 3% ausmachen (WORRALL et al. 2012; MARTÍ et al. 2015; GONG et al. 2013). Schätzungen gehen davon aus, dass Moore während des Holozäns atmosphäri-schen Kohlenstoff mit einer mittleren Rate von 0,96 Millionen Tonnen pro Jahr aufnahmen, was, neben der Bedeutung als Kohlenstoffspeicher, deren Potenzial als Kohlenstoffsenke verdeutlicht (WORRALL et al. 2012). Es hat sich gezeigt, dass wachsende Moore weltweit jähr-lich sogar bis zu 250 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) aufnehmen können (TREPEL 2008). Im Verlauf der letzten 10.000 Jahre haben sich in Mooren weltweit etwa zwei Drittel des atmosphärischen Kohlenstoffs angesammelt, alleine in Deutschland beträgt die Menge des in Mooren gespeicherten Kohlenstoffs ca. 1.400 bis 2.400 Millionen Tonnen (SCHÄGNER 2009). Vor dem Hintergrund des Klimawandels erfüllen intakte Moore daher zwei wichtige klimakühlende Funktionen – einerseits als historischer Kohlenstoffspeicher und andererseits als Kohlenstoffsenke (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. 2010).

Die im Zuge des globalen Klimawandels ansteigenden Temperaturen sowie die Entwässerung als Konsequenz landwirtschaftlicher Nutzung verändern jedoch die Stoffflüsse in Mooren drastisch und verwandeln diese damit nicht nur in eine Quelle für Kohlenstoffdioxid, sondern vor allem auch zunehmend in eine Quelle für das treibhausrelevante Lachgas, welches den Fortschritt des Klimawandels sogar in noch größerem Maße verstärkt als das Methan, welches ebenfalls von Mooren emittiert wird. Es ist daher für das Verständnis um die Auswirkungen von Mooren für das globale Klimasystem von hoher Bedeutung, die Stoffflüsse in Mooren nachzuvollziehen (WORRALL et al. 2012; DANEVČIČ et al. 2010; GONG et al. 2013; SCHÄGNER 2009). 

3.1 Die Emission von Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoff ist in Mooren im Torf gebunden, der aus abgestorbenen Pflanzenmaterial sowie tierischen Komponenten besteht. Die in Mooren vorherrschende Wassersättigung bedingt einen Sauerstoffmangel, der die Zersetzung des organischen Materials vermindert und so den innerhalb der abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Masse befindlichen Kohlenstoff konserviert. Für die Bildung von Torf in Mooren sind größtenteils die Torfmoose (Sphagnen) von essentieller Bedeutung, denn diese sind an nährstoffarme, saure und wassergesättigte Standorte angepasst. Zudem ist die Zersetzungsrate von Sphagnen herabgesetzt. Die Torf-auflage sowie die Menge des gespeicherten Kohlenstoffs können in Mooren so im Laufe der Jahre zunehmen, da in der Summe weniger Pflanzenmaterial zersetzt als nachgeliefert wird. Dabei ist auch die Nährstoffsättigung von Bedeutung. Untersuchungen zeigen einen Zusam-menhang zwischen der Zersetzung von Torf und der Fruchtbarkeit des Bodens, sodass die Zersetzung nicht nur durch Sauerstoffmangel, sondern auch durch fehlende Nährstoffe wie Stickstoff begrenzt werden kann (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. 2010; MARTÍ et al. 2015; SUCCOW & JOOSTEN 2001; OJANEN et al. 2013; LUND 2009; WEISSERT & DISNEY 2013). 

Auch in wassergesättigten Mooren wird CO2 in geringem Maße durch die Atmung (Respirati-on) der Moorvegetation sowie der dort lebenden Mikroorganismen emittiert, was jedoch durch die Kohlenstoffspeicherung im Torf kompensiert werden kann. Intakte und nicht-anthropogen beeinflusste Moore können eine positive Stoffbilanz aufweisen. Genau dies ist die Grundlage des Problems: Moore fungieren nur dann als Kohlenstoffsenke, wenn alle Torfschichten wassergesättigt sind und anaerobe (sauerstoffarme) Bedingungen vorherr-schen. Die Trockenlegung von Mooren hat jedoch die Aufhebung der Wassersättigung zur Folge und führt dem Boden entsprechend Sauerstoff zu. So beginnt in den sauerstoffgesät-tigten Torfschichten die Zersetzung der zuvor konservierten organischen Masse und damit auch die Emission von ehemals gebundenem CO2, wodurch aus der ehemaligen Kohlenstoff-senke eine Kohlenstoffquelle wird (HÖPER 2007; Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch-land eV. 2010; LUND 2009).

3.2  Die Emission von Methan

Methan (CH4) entsteht in Mooren während der Methanogenese in wassergesättigten und sauerstoffarmen Torfschichten. Methan ist in Mooren ein natürliches Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen, sogenannten Methanogenen und ist etwa 25-mal klimawirksamer als CO2. Im Gegensatz zu CO2, welches in Mooren aufgrund anaerober Verhältnisse gespeichert wird, emittieren Moore Methan gerade aufgrund des Sauerstoffmangels, da die Methano-gene an sauerstoffarme Bedingungen angepasst sind. Die Hauptfaktoren, welche die Metha-nogenese beeinflussen sind unter anderem Wasserspiegelschwankungen sowie die Vegeta-tionszusammensetzung (MARTÍ et al. 2015; LUND 2009; LAI 2009).

Ein Teil des durch die Methanogene produzierten Methans steigt von den tiefergelegenen und wassergesättigten Torfschichten an die Mooroberfläche. Während dieser Diffusion ge-langt jedoch nur ein Teil davon tatsächlich in die Atmosphäre, denn erreicht das aufsteigen-de Methan höhergelegene und sauerstoffgesättigte Torfschichten, oxidieren sog. methanot-rophe Bakterien mithilfe von Sauerstoff das Methan zu CO2. Sammelt sich hingegen das Me-than in Form von Gasblasen und gelangt in diesen an die Mooroberfläche, so passiert zu viel Methan auf einmal mit einer zu hohen Geschwindigkeit den mit methanotrophen Bakterien versetzten Torf und kann direkt in die Atmosphäre übergehen. In der Konsequenz emittieren trockengelegte Moore weniger Methan aufgrund höherer Methanoxidationsraten und zu-nehmend CO2 aufgrund höherer Torfzersetzung, während wassergesättigte Moore stärker Methan emittieren bzw. CO2 speichern (SAARNIO et al. 2009; LUND 2009; OJANEN et al. 2010; vgl. Kap. 3.1). 

Eine weitere Möglichkeit der Methanemission wird durch das Lüftungssystem von Moor-pflanzen, dem sog. Aerenchym, bedingt, welches den Pflanzen zur Belüftung von unter Was-ser liegenden Organen dient. Durch diesen sog. Schornsteineffekt gelangt das Methan direkt in die Atmosphäre, da auch hier die methanotrophen Bakterien nicht in Kontakt mit dem Gas gelangen (Bibliographisches Institut GmbH 2014; HÖPER 2007). 

Die Methanemission aus Mooren hängt zusammenfassend von mehreren Faktoren ab. Grundvoraussetzung für die Entstehung von Methan ist die Wassersättigung. Die Menge des freigesetzten Methans ist wiederum abhängig von der Menge der Pflanzen mit Aerenchym sowie der Mächtigkeit der höhergelegenen sauerstoffgesättigten Torfschichten, in welchen die Methanoxidation stattfinden kann.

3.3 Die Emission von Lachgas

Lachgas (N2O) entsteht als Zwischenprodukt während des Prozesses der Denitrifikation in entwässerten Mooren, wird jedoch in der Regel nur in geringen Mengen emittiert. Damit die Denitrifikation stattfinden kann ist zuvor die Bildung bzw. der Eintrag von Nitrat notwendig. Dieses entsteht während der Nitrifikation, für welche zunächst Stickstoff notwendig ist. In einem ersten Schritt zersetzen Bodenorganismen im Rahmen ihres Stoffwechsels Stickstoff, woraus Ammonium entsteht. Nitrifizierende Bakterien oxidieren unter Verwendung von Sauerstoff, welches in intakten Mooren in der Regel nur an der Oberfläche vorhanden ist, wiederum das Ammonium zu Nitrat, womit die Nitrifikation abgeschlossen ist. Gelangt nun Nitrat in wassergesättigte Torfschichten, bspw. nach abtauendem Frost, verwenden denitri-fizierende Bakterien das Nitrat und bilden zur eigenen Energiegewinnung wieder Stickstoff, wobei als Zwischenprodukt Lachgas entsteht. Eine Emission von Lachgas erfolgt jedoch nur in meliorierten Mooren, da bei anhaltendem Sauerstoffmangel, wie er in intakten Mooren vorherrscht, das Lachgas weiter zu Distickstoff (N2) reduziert wird, womit der Prozess der Denitrifikation eigentlich erst vollständig ist (TREPEL 2008; HÖPER 2007; NOVAK et al. 2015; OJANEN et al. 2013). 

Stickstoff ist für Pflanzen ein elementarer Nährstoff, der im Zuge landwirtschaftlicher Nut-zung vielfach als Düngemittel eingesetzt und so vermehrt direkt in Moorgebiete eingetragen bzw. über Niederschläge oder Oberflächenabflüsse eingespült wird. Die Emission von Lach-gas ist daher wesentlich vom Vorhandensein von Stickstoff bzw. Nitrat abhängig, und wird vor allem durch die Landwirtschaft beeinflusst (NOVAK et al. 2015; LUND 2009; OJANEN et al. 2013).

3.4 Zwischenfazit

Moore können nicht nur das Klima regulieren, sondern werden auch selbst vom Klima beein-flusst. Die Stoffdynamiken von Mooren reagieren sensibel auf hydrologische Veränderungen, welche einerseits durch menschliche Einflüsse oder die Erwärmung des Klimas hervorgerufen werden können. Im wassergesättigten Zustand fungieren Moore insbesondere langfristig gesehen als Kohlenstoffsenken. Zwar kommt es im wassergesättigten Zustand auch zur Frei-setzung von Kohlenstoffdioxid und Methan, allerdings kann die Konservierung von CO2 im Torf diese Emissionen kompensieren, vor allem dann, wenn sich über längere Zeit zuneh-mend Torf in einem wachsenden Moor akkumulieren kann. So kann die Klimabilanz von Mooren nicht nur neutral, sondern sogar positiv sein. Im entwässerten Zustand werden Moore hingegen zu einer Kohlenstoffquelle und emittieren in geringeren Mengen Lachgas. Die Klimabilanz wird so negativ und trägt zum Fortschreiten des Klimawandels bei. Der Kli-mawandel wiederum beeinflusst den Zustand der Moore, sodass letztlich ein Teufelskreis entsteht (vgl. Abb. 4). Moorschutzmaßnahmen sowie die Moorrenaturierung sind daher zu-nehmend bedeutsam, damit Moore in ihren natürlichen Zustand zurückgeführt und so wieder als Kohlenstoffsenken fungieren können.

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Abb. 4 : Moor-Klima-Rückkopplung, eigene Darstellung.


4. Moornutzungen und Ausblicke für zukünftige Nutzungen

Moore hatten seit jeher eine Bedeutung für Mensch und Tier. So stellen Moore Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar, forderten aber gleichzeitig auch viele Opfer. Daher sind Namen wie „Teu-felsmoor“ (Worpswede, Norddeutschland) oder „Totes Moor“ (Steinhuder Meer, Norddeutschland) keine Seltenheit. Hochmoore gerieten oftmals in den Ruf menschenfeindliche Landschaften zu sein. Wie im Kapitel der Melioration beschrieben, wurden Moore aber auch entwässert und für den Menschen „nutzbar“ gemacht.

Um eine Aussage für zukünftige Nutzungsmöglichkeiten zu treffen ist es daher wichtig, zunächst die verschiedenen Nutzungstypen und Moorarten zu betrachten. 
Zwischen den Niedermooren und Hochmooren lassen sich nicht nur in Aufbau und Beschaffenheit Unterschiede erkennen, sondern auch in ihrer Nutzung. Die nährstoffreicheren Niedermoore wurden in Schleswig-Holstein vor allem für landwirtschaftliche Zwecke nutzbar gemacht. Im Jahre 2012 fasste eine Gemeinschaftsarbeit der Länder Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg den Zustand der Moore und deren Nutzung zusammen. Demnach sind 9% der Landesfläche Schleswig-Holsteins vermoort, dabei umfassen die oben genannten Niedermoore ca. 80% der Gesamtmoore. Hochmoore sind weitestgehend degradiert oder nicht mehr existent (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein 2012). Das bedeutet, dass beinahe die gesamte Moorlandschaft in Schleswig-Holstein umgewandelt wurde und nun anthropogen genutzt wird. Ursprüngliche Moorflächen sind allenfalls noch in Form von Reliktmooren vorhanden. 
Historisch betrachtet begann die intensive Nutzung der Moore mit der Torfgewinnung. Die Erkenntnis und die technischen Möglichkeiten, dass Moore landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden konnten, stellten die Weichen für eine maßgebliche Veränderung der Moorlandschaften.

Aufgrund ihres deutlich höheren Nährstoffreichtums wurden Niedermoore bereits früh Kultivie-rungsversuchen unterzogen, Hochmoore kultivierte man hingegen erst viel später (GÖTTLICH 1980). Der Torfabbau bewirkte deutliche Veränderungen der Landschaft. Allerdings stellten diese Veränderungen auch eine Voraussetzung für weitere landwirtschaftliche Nutzung dar (GÖTTLICH 1980). So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Veränderungen in der Moorlandschaft heute durch sich ebenfalls ändernde landwirtschaftliche Nutzungsformen erklärbar sind (VAN DER LINDEN et al. 2008). Neben der Nutzung als Wiesenflächen wurden Moore auch Aufforstungsstrategien unterzogen. So stellt der Anbau von Kiefern eine weitere Veränderung der Nutzung dar. Insgesamt sind daher scheinbar unveränderte Moore höchstwahrscheinlich ebenfalls variiert und durch die Einfuhr von Nutzpflanzen modelliert (ebd.).

Die frühe Moornutzung war vor allem durch verschiedene Nöte der Bevölkerung gekennzeichnet (zum Beispiel das dringende Bedürfnis nach Brennstoffen), erst eine staatliche Lenkung im 18. Jahrhundert leitete eine systematische Moorkultur ein (GÖTTLICH 1980). Neben der Niedermoor-Schwarzkultur, der holländischen Fehnkultur (vgl. Kap. 2.3) und der Moorbrandkultur wurden auch Sandmischkulturen (maschinelle Besandung und Tiefkultur) entwickelt, welche die Moore auf unterschiedliche Art und Weise erschlossen und nutzbar machten. Zudem sorgte auch die Ergänzung von Kernnährstoffen und Düngung der Moorflächen für einen veränderten Stoffhaushalt, in dem neuere Nutzpflanzen angebaut werden konnten. Diese neu eingeführten Pflanzenarten unterschieden sich von den Nutzungsansprüchen der ursprünglichen Moorflora (GÖTTLICH 1980), sodass eine konsequente Nährstoffergänzung erforderlich war. Auch die Bodenprofile veränderten sich durch die verschiedenen Nutzungsformen, Sanddeckkulturen sorgten für neue Horizonte, Ackerbaumaßnahmen für eine Durchmischung der Profile.

Heute ist der Abbau von Torfen deutlich zurückgegangen, da der ursprüngliche Nutzen, die Energie- und Wärmegewinnung, nicht mehr relevant und durch andere Mittel ersetzt wurde. Jedoch ist der Abbau nicht vollkommen eingestellt, gerade in norddeutschen Mooren wird noch immer Torf für den Gartenbau gewonnen (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. 2010). So folgten dem systematischen Torfabbau der Ackerbau als Übergang zur Grünlandnutzung, die forstwirtschaftliche Nutzung mit Sekundärbewaldung (vor allem Moorbirke und Waldkiefer), aber auch Renaturierungsmaßnahmen (GÖTTLICH 1980). Mit der Erforschung von Mooren wurden die Forderungen nach Renaturierung und Schutzmaßnahmen zunehmend lauter. Wie unter dem Kapitel Moor und Klima beschrieben, stellen Moore einen bedeutenden Faktor in Bezug auf Prozesse des Klimawandels dar (vgl. Kap. 3). 

Neben landwirtschaftlichen Nutzungen lassen sich aber auch andere Formen der Moornutzung beschreiben. Die in Mooren enthaltenen Mineralien finden bspw. auch in der „Gesundheitsbranche“ Anklang. Moorbäder, Heilerde oder Schlammmasken werden intensiv beworben und nicht nur in Naturheilbädern, sondern auch in gängigen Drogerien angeboten. Für diese Moorpackungen bzw. Moorbäder werden auch Torfe benötigt, die mit Wasser angereichert zu einem breiigen Bad bereitet werden (GÖTTLICH 1980). Es wird davon ausgegangen, dass die Mineralien und der pH-Wert positive Einflüsse auf die menschliche Haut aber auch auf verschiedene Leiden (z. B.  Entzündungen) haben. 

Ein weiterer Aspekt der Moornutzung sind Erholungsgebiete. Naturschutzareale werden zur Moorerkundung und Spaziergängen genutzt. Ein Erhalt der Flora und Fauna von Hoch- und Niedermooren ist daher geboten. Aber auch indirekte Nutzformen haben sich in jüngerer Zeit entwickelt: Moore können vielfach als historische Archive gesehen werden.

Die oben erwähnte Forschung kann zudem mithilfe von Pollen-Diagrammen die ursprüngliche Moorflora bestimmen und so Rückschlüsse auf frühere Klimaentwicklungen sowie Prognosen für künftige Entwicklungen herstellen. In diesem Archiv lassen sich anthropogene und klimageschichtliche Entwicklungen nachweisen, welche heute einen wichtigen Faktor in der Paläoforschung darstellen. Moorfunde sind keine Seltenheit und geben Aufschluss über historische Entwicklungen. Pflanzenfunde (wie z. B. Mooreichen) geben Auskunft über ursprüngliche Vegetationszusammensetzungen von Hoch- und Niedermooren. Baumfunde in Mooren lassen mithilfe der Dendrochronologie Schlussfolgerungen auf Zeitabläufe und Klima zu. 

Auch in der Art und Weise, wie bestimmte Pflanzenarten erhalten sind, lässt sich erkennen, ob in einem bestimmten Bereich einmal ein Hoch- oder Niedermoor existierte. Gute und oft vollständige Relikte lassen sich in Hochmoorgebieten finden: durch das schnelle Wachstum wurden diese schnell unter Sauerstoffabschluss im Moor eingelagert und konnten so vollständig konserviert werden. Niedermoore hingegen schließen „Fremdkörper“ nur langsam ein, der Sauerstoffabschluss erfolgt ebenfalls langsam, daher können einige Teile der eingeschlossenen Körper noch auf natürlichem Wege zersetzt werden. Als Folge findet man bspw. halbierte Baumstämme. 

Ebenfalls hat man in der Vergangenheit sog. Moorleichen gefunden. Es handelt sich dabei um gut konservierte Menschenfunde, die zum Beispiel durch Unglück, rituelle Handlungen oder Bestattungen in das Moor gelangten. Zu den berühmtesten Funden gehören zum Beispiel die Moorleiche von Windeby aus Norddeutschland (datiert auf das erste Jhd. n. Chr.) oder der Tollundmann aus Dänemark (datiert auf das 3. Jhd. v. Chr.). In beiden Fällen handelte es sich um Bestattungen. Beide Leichen sind erstaunlich gut erhalten, was auf einen schnellen Sauerstoffentzug schließen lässt. Wie an den Mumien aus Ägypten werden auch an den Moorfunden kriminalistische Erhebungen vorgenommen, um die genauen Todesursachen herauszufinden. Die Moorleiche aus Windeby wurde zahlreichen Untersuchungen unterzogen, um Informationen zu generieren, welche ein Bild der Lebensweise von Menschen vor über 2000 Jahren entstehen lassen. In den fünfziger Jahren wurde der Fund aus dem Windebyer Moor berühmt als das „Mädchen von Windeby“. Mithilfe von neueren wissenschaftlichen Methoden konnten mittlerweile viele falsche Schlüsse der damaligen Forscher widerlegt werden. So ist man sich heute sicher, dass es sich bei dem Fund um einen Jungen handelt (PROBST & PROBST, o.J.). Dies zeigt, dass sich wissenschaftliche Methoden (zum Beispiel die C14 Methode zur Altersbestimmung von ehemals lebendigen Körpern oder Pflanzenteile oder die DNA-Analyse) zunehmend weiterentwickelt werden. Zudem werden neue Methoden entwickelt, die immer mehr Auskunft über derartige Funde geben. Auch Reliktmoore stellen daher ein wertvolles Archiv dar. 

Moorleichen und andere Funde werden meist zufällig bei Torfausgrabungen oder Ackerbaumaßnahmen gefunden. Aus den vorrangigen Nutzungsformen erschlossen sich im Laufe der Zeit weitere Nutzungsformen und aus direkten Nutzungen lassen sich indirekte Nutzungen ableiten. So verstärkten die Moorleichenfunde die Mythen um Moorlandschaften und wurden zu Schauplätzen zahlreicher Grusel-bzw. Krimifilme.

Zusammenfassend lassen sich verschiedenartige Nutzungsformen von Mooren ableiten: Landwirtschaftliche Nutzungen (Torfabbau, Ackerbau, Grünflächen, Forstwirtschaft), individuelle Nutzungsformen (Gartenbau, Gesundheitssektor), wissenschaftliche Nutzungen (historisches Archiv, Klimaforschung, Aussagen über Vegetation, Archäologie) und weitere indirekte und wichtige Nutzungsformen (Schutz vor Überschwemmungen). Es ist eine logische Schlussfolgerung, dass Moorflächen aus diesen verschiedenen Gründen erhalten bleiben müssen und für deren Erhalt Maßnahmen zu ergreifen sind. Viele Naturschutzverbände geben die Empfehlung Naturschutzgebiete auszurufen und Renaturierungsprozesse einzuleiten. Dazu können sowohl Ausgleichsmaßnahmen als auch Wiedervernässungen (nachdem Moore oft entwässert werden, um sie nutzbar zu machen, vgl. Kap. 2) gehören. Dort wo es bereits Vernässungsbereiche gibt, gilt es diese zu erhalten bzw. die Entwässerung zu regulieren. Gerade Niedermoore stellen mit ihrer hohen Biodiversität einen sensiblen Lebensraum für viele Arten dar.

Kraniche sind z. B. sogenannte Bodenbrüter. Lägen sie ihre Eier auf offen zugänglichen Grünflächen oder Äcker, wären diese ungeschützt ihren natürlichen Feinden (u. a. Füchse) ausgeliefert. Das Moor dient ihnen als natürlicher Schutzraum ihrer Eier. Die Pflanzen und Mineralien stellen auch eine Filterfunktion dar, die es ebenfalls zu erhalten gilt. Schadstoffe können durch die schwammige Struktur von Mooren gebunden werden, sodass ein Erhalt der Biodiversität gewährleistet ist (NABU-Bundesverband 2013). 

Moore haben einen sehr hohen Wert für Mensch und Natur. Sie sind naturgeschichtliche Archive und anthropologische Nutzungsquellen. Letzteres stellt aber auch oft das Problem für Moore dar: die anthropologische Nutzung sorgt für eine weitgehende Degradierung und ein „Zurückschrauben“ der etablierten Nutzung fällt oft schwer. Es reicht also nicht aus, nur für den Schutz von Mooren aufzurufen und Naturschutzgebiete zu verlangen. Ein nachhaltiger Umgang mit Mooren und auch anderen Feuchtgebieten ist natürlich das Hauptziel. Die Ramsar Convention spricht hier von einem „wise use of wetlands“: die Instandhaltung des ökologischen Aspekts soll durch Nutzungen im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung erfolgen, sodass die  sogenannten Ökosystemdienstleistungen  eines Feuchtgebietes zwar anthropogen genutzt werden können, die Aufrechterhaltung des Ökosystems aber im Fokus steht (Ramsar Convention 2010). Jedoch müssen auch Anreize geschaffen werden, eine nachhaltige Entwicklung bzw. die Renaturierung von Mooren voranzutreiben. 

Viele Flächen werden landwirtschaftlich genutzt, d. h., dass beim Vernässen diese für die Landwirtschaft zunächst „unbrauchbar“ werden. Die langfristig überwiegenden Vorteile rücken gegebenenfalls s in den Hintergrund. Jedoch ist es oft auch möglich zunächst Randgebiete von solchen Ackerbau- oder Grünflächen zu renaturieren. Reliktmoore sollten unbedingt geschützt werden und gar nicht erst für landwirtschaftliche Nutzungen entwässert werden, ein „Entwässerungsstop“ durch die Politik einzuführen wäre eine erste Maßnahme. Auch politische Entscheidungsträger spielen eine Rolle im Schutz der Moore. Sowohl Bundes- als auch Landesentscheidungen bilden hier den gesetzlichen Rahmen. 

Eine weitere Möglichkeit Moore zu schützen bzw. „wiederherzustellen“ sind die sog. Ausgleichsflächen oder ökologische Flächenpools. Für große Bauprojekte, die in die Natur eingreifen, müssen Ausgleichsflächen nachgewiesen werden, um den Natureingriff zu kompensieren. 

Ein Beispiel für solch ein großes Projekt findet sich in Niedersachsen: Das Grasgehege in der Gemarkung Radbruch, Landkreis Lüneburg wird in mehreren Schritten wieder aufbereitet, sodass natürliche sekundäre Moorflächen entstehen können. Hier finden sich Bruchwald und Niedermoorgebiete. Die Fläche wurde als Kompensationspool ausgewiesen, sodass die Forstämter mit der Unterstützung von Firmen Schutzmaßnahmen ergreifen können. Die Fläche umfasst ca. 130 Hektar, stellt also ein Projekt von beachtlicher Größe dar. Im Fokus stehen die Schutzgüter „Tier- und Pflanzenarten“, „Lebensraum“, „Boden“, „Wasser“, „Klima/ Luft“ und das Schutzgut „Landschaftsbild“ (NLF 2013). Einige Gebiete der Flächen wurden bisher als landwirtschaftliche Fläche genutzt, es wurden dementsprechend zusätzliche Nährstoffe (Düngemittel, z. B. Phosphate) auf die Böden aufgebracht. Diese gilt es nun aus dem Gebiet herauszuspülen. Es reicht also nicht, das Gebiet einfach wieder zu vernässen. Wehre stauen das Wasser zunächst auf einen bestimmten Pegel, bleiben aber offen, damit die überschüssigen Nährstoffe der Überdüngung heraustransportiert werden können. Danach werden diese Wehre geschlossen, sodass sich Wasser ansammeln und im Boden verteilt werden kann. Als Folge werden weitere Renaturierungsmaßnahmen ergriffen, um schließlich wieder einen Lebensraum für ursprüngliche Tier- und Pflanzenarten herzustellen. Werden solche Projekte in Wohngebieten durchgeführt, gilt es auch immer eine kluge Grabenpflege zu betreiben, denn das überschüssige Wasser sollte durch Gräben, die mit Nebenflüssen, Bächen etc. verbunden sind, abfließen und nicht unkontrolliert in die Wohngebiete eindringen können. Im Falle des Grasgeheges gelangt das Wasser zunächst in die „Roddau“, dann in die „Ilmenau“ und über die „Elbe“ schließlich in die Nordsee. 

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Abb. 5 : Das Grasgehege im Landkreis Lüneburg, A. Gründel, eigenes Archiv.


Solche Projekte müssen finanziert werden. Durch die Ausweisung eines Kompensationspools ist es für Forstämter möglich, ihre Arbeit professionell umzusetzen. Die Finanzierung hingegen eines Projektes wird vom Verursacher übernommen. Das Grasgehege dient als Ausgleichsmaßnahme für den Hamburger Hafen. Das Gebiet muss nicht durch den Hamburger Hafen erworben werden, er bleibt in der Hand der Forstämter, jedoch werden die Maßnahmen durch den Hafen finanziert (NLF 2013). Dieses Projekt stellt ein gutes Beispiel für den Umgang mit Reliktmooren dar: Ausgleichsflächen können dort ausgewiesen werden, wo Schutzmaßnahmen sinnvoll sind. Durch die wirtschaftliche Nutzung an anderen Orten sind Kompensationen notwendig, es erfolgt eine ökologische Aufwertung durch wirtschaftliche Nutzungen. Hieraus ergibt sich wiederum ein wirtschaftlicher Nutzen für die Forstwirtschaften: Sie können ihre Arbeiten so ausführen, wie es notwendig ist und erfahren dabei finanzielle Unterstützung durch Unternehmen oder Gemeinden. Im Großen und Ganzen ist also die ökologische Aufwertung eines Moorgebietes gekoppelt mit wirtschaftlichen Nutzen auf mehreren Ebenen. Anreize zur Aufwertung können also enorme Folgen für ein Ökosystem haben.

Ähnliche Projekte sind auch in Schleswig-Holstein denkbar, Nutzflächen oder Reliktmoore können durch Ausgleichsmaßnahmen in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt werden. Empfehlungen zum zukünftigen Umgang sehen eine umfangreiche Renaturierung und den Schutz von Schleswig-Holsteins Mooren vor. 

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